Das sind die fünf Bewertungskategorien der "Superstar"-Verleihung.
In ihnen werden auch die Kriterien beschrieben, nach denen die "display"-Jury die Gewinner prämiert.
1. Design
Ein zugegeben immer noch etwas diffuser Begriff. In diesem Zusammenhang meint Design nicht die Beurteilung dahingehend, ob das Teil nun hübsch oder häßlich oder sonst wie zusammengefummelt ist. Das ist sowieso höchst subjektiv und unterliegt - unbenannter - gesellschaftlicher Vereinbarung, sondern ob das Zusammenspiel der Materialien "vernünftig" ist, ob die Proportionen der unterschiedlichen Teile aufeinander abgestimmt sind, ob die optische Statik Zutrauen signalisiert und es insgesamt eine abgeschlossene, gestalterische Idee und Formensprache transportiert. Also im Grunde genommen die "klassischen" Gestaltungsmerkmale.
2. Funktion
Was bedeutet: Wie ist das Teil zu bestücken? Gibt es Sinn machende Variationen? Kommt der Kunde an die Ware heran, ohne sich die Finger zu klemmen, oder muss er sich in eine ungebührlich gebeugte Haltung begeben? Wie aufwändig ist der "Aufräumfaktor"? Beziehungsweise wie präsentiert sich das Display, wenn es halb "abgegrast" ist?
3. Kommunikation
Was so viel besagt wie: Nimmt das Display irgendeine Beziehung zu mir auf? Positive Beziehung natürlich. Erzählt es mir etwas? Versucht es, mir etwas deutlich zu machen, etwas Interessantes natürlich? Denn das Display soll ja etwas von mir wollen, nicht ich vom Display. Stimmt das Branding, wie es heute vornehm heißt? Also, trifft es den Markenkern, reiht es sich ein in das Corporate Design der jeweiligen Marke? Wie viele Rätsel müssen gelöst werden, um es überhaupt erst mal zu kapieren, bei all der sonstigen visuellen Flut, worum es überhaupt geht?
4. Technische Umsetzung
Wenn eine Idee zu erkennen ist, bleibt immer noch die Frage nach der technischen Umsetzung dieser Idee. Denn durch mangelhafte technische Umsetzung kann diese Idee ziemlich schnell baden gehen. Wie sind die Materialien aufeinander abgestimmt und wie sind sie miteinander verbunden? Mit dem Schweißbrenner? Platt aneinander geklebt? Sind die Materialien bestimmten Teilen des Displays erkennbar zugeordnet? Sind es "ehrliche" Materialien, oder tun sie nur.
5. Innovation
Das ist das schwierigste Kriterium, weil es mit den vier vorherigen unmittelbar verknüpft ist. Um es einfach zu sagen: Dem zu bewertenden Display sollte etwas Neues innewohnen und nicht tausend mal Gesehenes. Nicht unbedingt in seiner Gesamtheit, aber doch zu gehörigem, wahrnehmbaren Teil.


